Testamentsvollstreckung

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Testamentsvollstreckung 2017-05-23T12:43:45+00:00

Testamentsvollstrecker / Testamentsvollstreckung

Ein Testamentsvollstrecker ist eine vom Verstorbenen eingesetzte Person seines Vertrauens, die dafür sorgen soll, dass der letzte Wille des Verstorbenen durchgesetzt wird. Eine Testamentsvollstreckung wird zum Beispiel in Testamenten angeordnet für den Fall, dass Eltern versterben und deren Kinder noch jung sind. Ohne eine solche Regelung würden die Kinder mit 18 Jahren Erben werden. Darin liegt natürlich die Gefahr, dass die Erben zu jung sind und, dass das Erbe nach kurzer Zeit aufgrund von Unerfahrenheit oder Leichtsinnigkeit der jungen Erben nicht mehr vorhanden sein könnte. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, in Testamenten für diesen Fall eine Testamentsvollstreckung anzuordnen in der Weise, dass eine wirtschaftlich erfahrene Person – dies kann ein Freund oder Verwandter sein oder der Steuerberater oder ein Rechtsanwalt – als Vollstrecker eingesetzt wird. Dieser hat dann die Aufgabe, an die Kinder monatlich Geld für ihre Ausbildung auszuschütten, bis die Kinder ein bestimmtes Alter – z.B. 25 Jahre – erreicht haben. Danach können die Kinder dann über das gesamte Erbe verfügen. Bis dahin wird es durch den Testamentsvollstrecker für die Erben verwaltet.

Ferner sollte eine Testamentsvollstreckung dann angeordnet werden, wenn der Nachlass sehr umfangreich ist und wenn es mehrere Erben gibt. Wenn zum Beispiel mehrere Immobilien sich im Nachlass befinden oder erhebliches sonstiges Anlagevermögen und diese Kapitalanlagen oder die Immobilien unter den Erben aufgeteilt werden sollen oder veräußert werden sollen bietet sich an, hierfür einen Testamentsvollstrecker einzusetzen und im Testament genau zu beschreiben, wie der Vollstrecker zu verfahren hat. In der Regel wird er in diesen Fällen beauftragt, die Immobilien bestmöglich zu veräußern bzw. Kapitalanlagen oder Wertpapiere bestmöglich zu veräußern und den Erlös unter den Erben aufzuteilen entsprechend den Erbquoten.

Dies hat insbesondere den Sinn, Streit unter den Erben zu vermeiden.

Wir beraten sowohl bei der Erstellung von entsprechenden Testamenten. Ferner beraten wir die mit der Testamentsvollstreckung beauftragten Personen nach Eintritt des Erbfalles. Häufig werden Verwandte für eine Testamentsvollstreckung eingesetzt die dann zunächst darüber informiert werden müssen, was konkret ihre Rechte und ihre Aufgaben sind. In derartigen Fällen beraten wir die Testamentsvollstrecker umfangreich und in jeder Hinsicht. Dies gilt sowohl für die rechtliche als auch für die steuerliche Beratung. Dies erfolgt durch unsere beiden Fachanwälte für Erbrecht, unsere beiden Fachanwälte für Steuerrecht sowie die mit uns in Bürogemeinschaft verbundene Bochumer Steuerberatungsgesellschaft mbH (BOSG).

Die Kosten für diese rechtliche und steuerliche Beratung muss nicht der Vollstrecker tragen. Diese Kosten werden vom Nachlass getragen, das heißt die Erben müssen diese Beratungskosten übernehmen, da der Vollstrecker berechtigt ist, sich entsprechende rechtliche und steuerliche Hilfe zu nehmen.

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