Außergewöhnliche Belastungen – Scheidung

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Außergewöhnliche Belastungen – Scheidung 2016-11-14T19:56:21+00:00

Außergewöhnliche Belastungen – Scheidung

Die Rechtsanwalt- und Gerichtskosten, die im Zuge der Durchführung der Scheidung und des Versorgungsausgleichs entstehen, können als außergewöhnliche Belastungen im Rahmen der Einkommensteuer steuerlich abgesetzt werden.

Mit Entscheidung vom 12.05.2011 (Az. VI R 42/10) können die Kosten für alle zivilrechtlichen Verfahren gemäß § 33 EStG als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden. Diese Regelung gilt jedoch nur unter der Voraussetzung, dass der Prozess hinreichende Aussicht auf Erfolg hat. Dies ist mindestens dann der Fall, wenn ein erfolgreicher Ausgang des Prozesses ebenso wahrscheinlich ist wie ein Misserfolg.

Seit dem Steuerjahr 2013 verweigern die Finanzämter Geschiedenen für Scheidungskosten den Abzug als außergewöhnliche Belastung, weil die Scheidung nicht existenziell für Steuerzahler sei. Das FG Rheinland-Pfalz ist dieser Praxis entgegengetreten. Nach seiner Auffassung sind Scheidungskosten auch ab 2013 abzugsfähig. Eine Entscheidung des BFH steht noch aus.

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