Hauskauf

Hauskauf 2017-06-12T21:20:43+00:00

Notar Bochum Hauskauf

Notar Theo Schmidt in Bochum

Beim Kauf eines Hauses sollte unter anderem Folgendes beachtet werden:

Vom Käufer sollte vor Abschluss eines Kaufvertrages überprüft werden, ob die Erschließungskosten für das Haus vollständig bezahlt sind. Wenn seitens der örtlichen Gemeinde die Straße, der Bürgersteig, der Kanal oder die Beleuchtung erneuert werden, müssen die jeweiligen Grundstückseigentümer für die entsprechenden Kosten aufkommen. Es kommt vor, dass die Gemeinden diese Kosten erst lange Zeit nach der Durchführung der Erschließungsmaßnahme abrechnen. Dies kann zu folgendem Problem führen, der in nachfolgendem Fall erklärt werden soll:

Die Stadt B. hat im Jahr 2004 die Straße erneuert und eine Beleuchtung angebracht. Die hierfür anfallenden Kosten können teilweise auf die anliegenden Grundstückseigentümer umgelegt werden. Die entsprechenden Kostenbescheide sind jedoch bisher seitens der Gemeinde noch nicht erstellt worden. Im Jahr 2017 erwirbt Herr Müller ein Haus in der entsprechenden Straße. Nachdem er Eigentümer geworden ist, erhält er im Jahr 2018 Post von der Gemeinde, mit einem Gebührenbescheid über diese Erschließungsmaßnahme aus dem Jahr 2004. Tatsächlich ist dann Herr Müller gegenüber der Gemeinde verpflichtet, diese Gebühren zu bezahlen, obwohl er damals noch gar nicht Eigentümer war. Konkret kommt es dann darauf an, welche Regelung in dem 2017 geschlossenen Kaufvertrag getroffen ist, mit dem Herr Müller das Haus erworben hat.

Sofern in dem Kaufvertrag für den Hauskauf geregelt wurde, dass Beitragsbescheide für Maßnahmen aus der Vergangenheit noch vom Verkäufer zu tragen sind, könnte Herr Müller sich diese Kosten vom Verkäufer erstatten lassen.

Um derartige Probleme zu vermeiden, sollte möglichst vor dem Abschluss eines Kaufvertrages geprüft werden, ob die Erschließungskosten für das zu erwerbende Haus vollständig bezahlt sind. In der Regel reicht es aus, bei der betreffenden Stadtverwaltung anzurufen und dort mit dem zuständigen Sachbearbeiter zu klären, ob dies der Fall ist. Die Gemeinden geben kostenlos telefonisch Auskunft hierüber. Sofern die Auskunft schriftlich angefordert wird, wird eine Gebühr seitens der Gemeinde hierfür erhoben.

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