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Wohnungskauf 2017-06-12T21:30:06+00:00

Notar Bochum Wohnungskauf

Notar Theo Schmidt in Bochum

Der Kaufvertrag über den Erwerb einer Eigentumswohnung ist beurkundungspflichtig. Folgende Aspekte sollten vor Abschluss des Kaufvertrages bedacht werden:

Als Kaufinteressent einer Eigentumswohnung sollte man sich die für das betreffende Haus bestehende Teilungserklärung vorlegen lassen. Dies ist eine notarielle Urkunde, in der die „Spielregeln im Haus“ geregelt sind. Darin wird z.B. festgelegt, wie die Kosten im Haus verteilt werden. Schließlich sollte der Käufer einer Eigentumswohnung sich die Beschlüsse der Eigentümerversammlung aus den vergangenen Jahren zeigen lassen. In einem Mehrfamilienhaus findet jährlich eine Versammlung der Wohnungseigentümer statt, in der Beschlüsse gefasst werden. Diese Beschlüsse können auch für die Zukunft von Bedeutung sein. Hier könnte z.B. beschlossen werden, dass demnächst die Heizung des Hauses erneuert werden soll oder das Treppenhaus oder Dach des Hauses erneuert werden soll.

Für Eigentumswohnungen wird in der Regel ein monatliches Hausgeld von jedem Wohnungseigentümer ein monatlicher Betrag bezahlt für die Instandhaltungsrücklage. Hier werden Beträge für Investitionen in das sogenannte Gemeinschaftseigentum, also z.B. das Treppenhaus, das Dach oder die Zentralheizung angespart. Diese Instandhaltungsrücklage gehört fest zu jeder Wohnung. Wer also eine Eigentumswohnung kauft, erwirbt automatisch die gebildete Instandhaltungsrücklage, die auf diese Wohnung entfällt, mit. Daher sollte sich jeder Kaufinteressent informieren, ob eine Instandhaltungsrücklage besteht und wenn ja wie hoch diese ist.

Beim Kauf von Immobilien fällt in der Regel Grunderwerbsteuer an. Diese beträgt in NRW derzeit 6,5 % vom Kaufpreis. Nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs fällt auf die Instandhaltungsrücklage keine Grunderwerbsteuer an, da es sich hierbei nicht um Grund und Boden oder Gebäude, sondern um angespartes Geld handelt.

Beispiel:

Herr Müller kauft eine Eigentumswohnung zum Preis in Höhe von 100.000,00 €. Auf diese Wohnung entfällt eine angesparte Instandhaltungsrücklage in Höhe von 3.000,00 €. Die Grunderwerbssteuer ist dementsprechend zahlbar auf 97.000,00 €. Die 3.000,00 € Instandhaltungsrücklage können bei der Berechnung der Grunderwerbsteuer vom Kaufpreis abgezogen werden. Dies macht im Beispielsfall immerhin eine Steuerersparnis von rund 200,00 € aus.

 

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