Trennung und Scheidung

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Trennung und Scheidung2018-01-18T11:29:04+00:00

Kanzlei Schmidt Bochum -> Scheidung

Manchmal ist nach einer Trennung die Scheidung der einzige Ausweg. In dieser oftmals sehr belastenden Situation ist es wichtig, alles Notwendige möglichst sachlich in die Wege zu leiten. Dabei müssen oft kurzfristig viele Dinge geklärt werden. Hierzu gehören neben den Fragen des Unterhaltsrechts – d.h. Fragen zum Trennungsunterhalt bis hin zum Unterhalt für Kinder – , die Auseinandersetzung des Vermögens der Eheleute, die spätere Änderung der Steuerklassen und vieles mehr. Hierbei können Sie sich jederzeit vertrauensvoll an die erfahrenen Rechtsanwälte und Fachanwälte für Familienrecht der Kanzlei Schmidt wenden.

Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Einreichung eines Scheidungsantrages bei Gericht nur durch einen Rechtsanwalt erfolgen darf. Auch zur Durchführung des gesamten Scheidungsverfahrens ist zumindest ein Rechtsanwalt notwendig.

Auf den folgenden Seiten finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen im Zusammenhang mit Trennung und Scheidung.

Binationale Ehen – Gilt deutsches Recht?

Wann immer beide Ehegatten aus verschiedenen Staaten stammen stellt sich die Frage, welches Scheidungsrecht anzuwenden ist. Wenn ein Ehegatte die deutsche Staatsbürgerschaft und der andere Ehegatte etwa die französische Staatsbürgerschaft hat, gilt dann für die Scheidung deutsches – oder französisches Recht?

Hausrat bei der Trennung und nach der Scheidung

Nahezu alle Ehepaare leben in einer gemeinsamen Wohnung. Wenn es zu einer Trennung kommt muss auch geklärt werden, was mit all den Gegenständen und Möbeln passiert, die sich in dieser Wohnung befinden. Man spricht dabei von der Aufteilung des Hausrates. Unter Hausrat versteht man schlicht alle in der gemeinsamen Wohnung befindlichen Möbel und sonstigen Gegenstände.

Mietwohnung bei Scheidung und Trennung

Bei einer Trennung und Scheidung entstehen häufig Probleme, mit denen keiner der Beteiligten zunächst gerechnet hatte. In unserer täglichen Praxis werden wir häufiger mit der Frage konfrontiert: Was passiert eigentlich mit unserer gemeinsamen Wohnung?

Wenn nach einer Trennung einer der Ehegatten aus der Wohnung auszieht, hat dies grundsätzlich keinen Einfluss auf den bestehenden Mietvertrag. Wenn beide Ehegatten im Mietvertrag als Mieter genannt sind, müssen auch weiterhin beide Ehegatten die Miete zahlen. Obwohl nur noch einer der beiden Ehegatten in der Wohnung lebt, kann der Vermieter die Miete nach wie vor von beiden Eheleuten verlangen.

Was sind die Voraussetzungen einer Scheidung ?

Scheitern der Ehe

Seit 1977 gilt im deutschen Eherecht das sogenannte Zerrüttungsprinzip. Bis dahin galt das „Schuldprinzip“, d.h. bei der Scheidung musste der „Schuldige“ ermittelt werden, der dann nach der Scheidung häufig benachteiligt war. Viele Menschen denken auch heute noch bei einer Scheidung zuerst an das Schuldprinzip, dies hat aber keine Geltung mehr.

Die Aufhebung der ehelichen Lebensgemeinschaft erfolgt durch räumliche Trennung der Eheleute. Die räumliche Trennung kann auch innerhalb einer Wohnung oder innerhalb eines Hauses erfolgen.

Schulden bei einer Scheidung

Bei einer Trennung und Scheidung wird uns häufig die Frage gestellt, was mit den Schulden der Ehegatten passiert.

Versicherungen bei einer Scheidung

Was passiert eigentlich mit den gemeinsamen Versicherungen? Das ist eine häufige Frage bei Trennung und Scheidung. Wir haben Ihnen einige Hinweise zu den wichtigsten Versicherungen zusammengestellt.

Was ist der Versorgungsausgleich bei einer Scheidung?

Bei einer Scheidung muss nicht nur das Vermögen entsprechend der gesetzlichen Vorgaben aufgeteilt werden, sondern auch die während der Ehe erzielten Rentenansprüche (genauer: Rentenanwartschaften).

Dieses Verfahren nennt man Versorgungsausgleich. Der Versorgungsausgleich muss grundsätzlich in jedem Scheidungsverfahren – also auch bei unstreitigen Scheidungen – durch das Gericht durchgeführt werden.

Hierzu sendet das Gericht beiden Ehegatten einen besonderen Fragebogen zu. In diesem müssen beiden Eheleute Angaben zu ihrer beruflichen Tätigkeit während der Ehe machen. Auf Basis der während der Ehezeit erbrachten Rentenbeiträge wird dann für jeden Ehegatten sein persönlicher, während der Ehezeit erzielter Rentenanspruch berechnet.

Dann werden die Rentenansprüche beider Ehegatten miteinander verglichen. Hat ein Ehegatte einen höheren Rentenanspruch als der andere Ehegatte erzielt, dann muss die Hälfte des Betrages, um den sein Rentenanspruch den des anderen Ehegatten übersteigt, an diesen Ehegatten übertragen werden. Dies geschieht durch eine Übertragung der Rentenansprüche von einem Rentenkonto auf ein anderes. Die Übertragung wird durch das Gericht veranlasst.

Ziel dieses gesetzlich vorgeschriebenen Verfahrens ist es, dass beide Eheleute nach Beendigung der Ehe während der Ehezeit gleich viele Rentenansprüche erwirtschaftet haben.

Zugewinnausgleich bei einer Scheidung

Bei einer Scheidung muss auch das gesamte gemeinsame Vermögen der Eheleute aufgeteilt werden. Diese sogenannte Vermögensauseinandersetzung erfasst alle Vermögenspositionen. 

Wenn die Eheleute keinen Ehevertrag geschlossen haben – was der Regelfall ist – leben sie im Güterstand der sogenannten Zugewinngemeinschaft. Das heißt, dass beide Eheleute während der Ehe grundsätzlich getrennt wirtschaften und erst bei der Scheidung geprüft wird, wie sich das Vermögen jedes Ehegatten entwickelt hat. Dazu vergleicht man das Vermögen jedes Ehegatten zu Beginn der Ehe mit dem Vermögen am Ende der Ehe. Wenn dabei eine Vermehrung des Vermögens eingetreten ist spricht man von einemZugewinn. Wenn dieser Zugewinn bei einem Ehegatten größer ist, als bei dem anderen Ehegatten, dann muss dieser die Hälfte des Betrages an den anderen Ehegatten herausgeben, um den sein Zugewinn den Zugewinn des anderen Ehegatten übersteigt, wenn dieser es verlangt. Man spricht dann von einemZugewinnausgleich.

Welches Gericht für das Scheidungsverfahren zuständig?

Zuständig für Scheidungsverfahren sind grundsätzlich die Familiengerichte, die Teil des Amtsgerichtes sind. Welches Gericht örtlich zuständig ist, ist gesetzlich geregelt. Daher ist ausgeschlossen, dass für ein Scheidungsverfahren gleich mehrere Gerichte in Frage kommen. Dabei spielt es keine Rolle, an welchem Ort der mit der Durchführung des Scheidungsverfahrens beauftragte Rechtsanwalt seine Kanzlei hat.