Notarielles Testament

Notarielles Testament

Hier erklären unsere Fachanwälte für Erbrecht, welche Vorteile ein notarielles Testament hat, wo es aufbewahrt wird, wie man es widerrufen kann und wie hoch die Notargebühren für die Erstellung eines Testamentes sind.

Welche Vorteile hat ein notarielles Testament?

Ein Notar darf nur eine Beurkundung vornehmen, nachdem er die Testierfähigkeit des Beteiligten geprüft hat und er muss dies auch in der Urkunde festhalten. Dadurch wird gerade bei älteren oder erkrankten Menschen späterer Streit über die Wirksamkeit des Testamentes vermieden.

Grundsätzlich kann ein Testament auch ohne einen Notar vollständig mit der Hand geschrieben, unterschrieben und mit Ort und Datum versehen werden. Wenn sich eine Immobilie im Nachlass befindet, kann man als Erbe mit einem handgeschriebenen Testament aber nicht als Eigentümer im Grundbuch eingetragen werden.

Das Grundbuchamt verlangt dann zusätzlich einen Erbschein, der erhebliche Kostenauslösen kann und Aufwand bedeuten kann. Wenn ein notarielles Testament vorliegt, ist kein Erbschein erforderlich und der Erbe wird dann aufgrund des notariellen Testamentes ins Grundbuch als neuer Eigentümer eingetragen.

Wenn der Verstorbene Wertpapiere oder Bargeld bei einer Bank hinterlässt, wird die Bank nach seinem Tod in der Regel aufgrund eines handschriftlich errichteten Testamentes keine Auszahlung des Guthabens an die Erben vornehmen.

Banken bestehen häufig darauf, dass die Erben einen Erbschein beantragen müssen.  Hat der Verstorbene ein notarielles Testament errichtet, wird kein Erbschein benötigt und es kann in der Regel nach Vorlage des notariellen Testamentes mit dem gerichtlichen Eröffnungsbeschluss über die Bankguthaben verfügt werden.

Wo wird ein notarielles Testament aufbewahrt?

Das notarielle Testament wird in ein zentrales Testamentsregister eingetragen und durch den Notar beim Amtsgericht hinterlegt. Der Beteiligte erhält vom Amtsgericht einen sogenannten Hinterlegungsschein. Die Hinterlegung des Testamentes löst Gerichtskosten in Höhe von einmalig 75,00 Euro aus.

Wie kann man ein notarielles Testament widerrufen?

Wenn man ein notarielles Testament widerrufen möchte, kann man dies durch ein neues Testament tun, in welchem man das frühere Testament widerruft. Alternativ kann man zum Amtsgericht gehen, dort den Hinterlegungsschein vorlegen und das Testament vom Amtsgericht herausverlangen. Mit der Herausnahme au der amtlichen Verwahrung beim Amtsgericht gilt das Testament als widerrufen.

Wird es durch den Testierenden aus der amtlichen Verwahrung beim Amtsgericht genommen, so gilt es als widerrufen. Es muss dann ggf. ein neues Testament errichtet werden.

Wie hoch sind die Notargebühren für ein Testament?

Es gibt keine pauschalen Gebühren für Testamente. Die Höhe der anfallenden Notargebühren ist gesetzlich geregelt und richtet sich nach der Höhe des Vermögens des Beteiligten. Je höher der Wert des Vermögens, desto höhere Notargebühren entstehen.

Hier finden sie einige Beispiel für die Höhe der Notargebühren eines Notariellem – Testament’s

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